Schnitt

Da Hopfen eine Staude und kein Gehölz ist, sterben alle oberirdischen Austriebe zum Winter hin ab.

Dieses abgestorbene Pflanzenmaterial schneidet man gewöhnlich aus verschiedenen Gründen ab:

zum einen vermeidet man die Überwinterung von Schädlingen und Krankheiten am Hopfen, zum anderen sind die abgestorbenen Triebe im Hausgarten nicht schön anzusehen. In Erwerbsanlagen wird Hopfen bei der Ernte komplett abgeschnitten, ein Überwintern von totem Material hat sich somit erledigt.

Hopfen im Winter

 

Es stellt sich also die Frage, wann und wo schneide ich den Hopfen.

Werden die Hopfenreben nicht beerntet, oder beerntet ohne die Triebe zu entfernen, ist es ratsam, diese erst abzuschneiden, wenn sie komplett abgestorben sind. Dies ist oft erst im November der Fall. Der Rückschnitt kann dann direkt an der Erdoberfläche stattfinden.

Sollen die Hopfenreben zur Ernte (wie beim Erwerbsanbau) komplett abgenommen werden, sollte ein möglichst langer Strunk stehen bleiben, um dem Hopfen die Möglichkeit zu geben, soviele Nährstoffe wie möglich noch aus den Trieben in den Stock einzulagern. Der verbleibende Strunk kann dann wie oben geschrieben im November bis zum Boden abgeschnitten werden.

Ältere Hopfenstöcke werden im zeitigen Frühjahr nochmals recht tief zurückgeschnitten. Man erreicht dadurch einen etwas späteren Austrieb und kann je nach Sorte den Austriebszeitpunkt etwas steuern. Im Hausgarten ist dies aber normalerweise nicht erforderlich.

Bifang im Winter