Kletterhilfe

Da Hopfen eine sog. Liane ist (Schlinger) benötigt Hopfen eine Kletterhilfe. Durch die rauhe Behaarung (besser "Bewaffnung") windet sich Hopfen ansonsten an allem hoch, was in Reichweite ist.

Als Kletterhilfe genügt eine Schnur oder Draht. Sie sollte so stabil sein, dass Sie das Gewicht der Pflanze über eine Vegetationsperiode trägt. Natürlich ist dabei Wind und Regen mit einzurechnen.


Am Ende der Vegetationszeit, wenn die oberirdischen Triebe absterben, ist es fast nicht mehr möglich, die Schnur oder den Draht herauszulösen. Hilfreich ist es hier, den ganzen Trieb zu trocknen. Erst wenn die Triebe sehr trocken sind brechen sie und man kann den Draht herauslösen.

Ein "begrünter" Maschendrahtzaun stellt einem spätestens im Herbst vor das Problem, wie die unansehnlichen Triebe hier wieder zu entfernen sind. Als Alternative bietet sich natürlich das belassen der alten Triebe an. Ein solcher Zaun wirkt zwar dann etwas "vernachlässigt" oder "unschön". Wichtiger ist allerdings, dass dieses "tote Holz" natürlich auch Winterquartier für unliebsame Gäste wie Spinnmilben oder Pilzsporen ist. Hatte man in der zu ende gegangene Vegetationsperiode Probleme mit Spinnmilben oder Pilzkrankheiten, wäre ein Entfernen des alten Holzes eine der wichtigsten und effektivsten Hygienemaßnahmen und erspart im kommenden Jahr viel Ärger.

Als Kletterhilfe eignen sich somit:

  • Schnur
  • Draht
  • Holzstangen
  • Metallstangen
  • Holzzäune (Pfäle)

Die Höhe der Kletterhilfe richtet sich nach der verwendeten Sorte. Unser 'Gimmli' benötigt als zwergwüchsige Sorte 1,5-2,5m, alle anderen Sorten sollten mindestens 3m Klettermöglichkeit haben!
Die Wuchsleistung des Hopfens hängt auch davon ab, wieviele Triebe eine Pflanze versorgen muß. Je weniger Triebe sie an der Pflanze lassen, desto stärker ist die Wuchsleistung dieser Triebe. Mit 3 Trieben an einer erwachsenen Pflanze können Sie bei guter Versorgung 10m erreichen!