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Stand der Entwicklung von Hopfen im September in der Hallertau |
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Bis Mitte September bestimmt die Hopfenernte das
gesamte Landschaftsbild und den Geruch der Hallertau. Vom Morgengrauen bis zum Einbruch
der Dunkelheit werden die Hopfenreben von der Drahtanlage gerissen, zum Anwesen gefahren
und dort maschinell gepflückt, gereinigt, getrocknet und gelagert. Die zweite
Monatshälfte ist charakterisiert von Aufräumarbeiten und voluminösen
Hopfenfuhrwerken, die den getrockneten und in z.T. noch großen Jutesäcken gepressten
Hopfen zur Abwaage fahren.
Foto: Rockermeier
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Kommentar:
Besonders im Bereich der Ernte und Weiterverarbeitung von Hopfen hat sich technisch in den letzten Jahren
sehr viel verändert: Abreissgeräte haben das körperlich sehr anstrengende Handreissen fast vollständig ersetzt; der Hopfen wird nicht mehr nur getrocknet, sondern anschließend sofort "konditioniert", um mit optimaler Feuchtigkeit den geringstmöglichen Verlust an Inhaltsstoffen zu erreichen; der getrocknete Hopfen wird kaum mehr in große Jute-Säcke "getreten" und zur Abwiegehalle gefahren, sondern maschinell in transportfreundliche Rechteckballen gepresst und sofort gewogen und verblombt.
Alle diese Neuerungen verlangen von Pflanzern enorme Investitionen und auch Umstellungen in gewohnten
Arbeitsabläufen und Traditionen. So geht die Entwicklung in Richtung weniger Betriebe mit hoher
Spezialisierung, aber größerer Abhängigkeit von Weltmarkt und Europapolitik.
Ein Gewinn an Effizienz und Konkurrenzfähigkeit, aber auch ein Verlust an Diversität und Unabhängigkeit.
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