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Inhalt:      
   Blüte
   Dolde
   Blüte
   Samen
  Botanische Einzelheiten in Wort und Bild  
       
Blüte   empfängnisbereite weibliche Blüten
Aus den Achseln der gegenständigen, handförmig eingeschnittenen Blätter kommen Seitentriebe mit mehreren Blüten hervor.
Durch den Wind gelangen die männlichen Sporen auf die Narben der weiblichen Blüte. Diese entwickelt sich weiter zur sog. "Dolde" in deren Schutz, nach erfolgreicher Befruchtung, die "Nüsse" heranreifen können.
Weibliche Blüten
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Dolde   Dolde und Doldenaufbau am Beispiel der Sorte 'Hallertauer Magnum'
Die Blüten entwickeln sich zapfenartig und bestehen aus einer kurzen Achse, die dicht mit zahlreichen länglich-ovalen, schuppenförmigen Hochblättern besetzt ist. Der Achsel jedes Hochblatts, das morphologisch zwei miteinander verwachsenen Nebenblättern eines Laubblattes mit unterdrücktem Oberblatt entspricht, entspringt eine Teilinfloreszenz mit 2-6, meist 4 Blüten. Diese besitzen kein Perianth, sondern nur einen Fruchtknoten mit zwei Narbenästen und sind von einem kahnförmigen Vorblatt umgeben.
Deutlich sichtbar ist das sog. "Hopfenmehl" oder "Lupulin", welches das Objekt der Begierde beim Hopfen darstellt.
Dolde
       
    Doldenbehang einer Hopfenpflanze am Beispiel der Sorte 'Hersbrucker'
Das Lupulin der Dolden beinhaltet verschiedene Stoffe, wie z.B. Harze, Alpha-Säuren, Beta-Säuren, Cohumulon und Colupulon als Bitterstoffe und Öle, Mycren, Beta-Carophyllen, Hummulen, Beta-Seline, Alpha-Seline u.v.m. als Aromastoffe.
Da Hopfen zu ca. 99,5% zur Bierproduktion verwendet wird und nur zu 0,5% für Pharmazie oder Genussmittelindustrie, ist die Züchtung von Sorten mit entsprechenden Inhaltsstoffen um Großteil dahingehend ausgerichtet.
Doldenbehang
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Blüte   Männliche Blüten als Sporenlieferanten für die Windbestäubung männliche Blüten
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Samen   Die einsamige Hopfen-Nuß im Vorblatt eingebettet
Nach Windbestäubung entwickelt sich der Fruchtknoten zu einer kleinen einsamigen Nuß. In Hopfenkulturen baut man allerdings nur weibliche Pflanzen an, vermeidet eine Bestäubung des Fruchtknotens durch Verbot von männlichen Pflanzen im Anbaugebiet, um die erwünschten Inhaltsstoffe zu erhalten; Man gewinnt also keine Früchte!

Aufruf zur Ausrottung des männlichen Hopfens: [klick mich]

Doldenblatt mit Samen
       
    Nüsse - die Samen von Hopfen

Zur Vermehrung von Hopfenpflanzen sind Samen völlig ungeeignet: zum einen zerstört eine Befruchtung und somit Samenbildung die Qualität des gewünschten Ernteproduktes, zum anderen entstehen durch die Neukombination der Erbanlagen völlig unbekannte Pflanzen mit völlig unbekannten Eigenschaften. Nicht einmal das Geschlecht der Pflanzen ist zu beeinflussen!

Samen
       
Kletterhilfe   Wer von einem Hopfen bereits "gekratzt" worden ist, weiß, dass dies durchaus eine schmerzhafte Verletzung sein kann. Die Triebe des Hopfens fühlen sich "rau" an und ermöglichen es dem Hopfen, nahezu überall hochklettern zu können.
Betrachtet man diese "rauen" Triebe unter dem Mikroskop näher, versteht man, warum dieses "Kratzen" des Hopfens meist recht tiefe Schürfwunden in der Haut hinterlässt: es sind viele wie an einer Perlschnur angeordnete kleine messerartige Auswüchse an den Trieben zu sehen, die zudem wie Widerhacken nach 2 Seiten ausgebildet sind!
Kletterhaar Hopfen
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Copyright © 2004, Franz Seidl, letzte Änderung - 01.10.2002