Häufige Fragen

Sie sind angehender oder bereits fortgeschrittener Hopfenpflanzer? Möchten Sie mehr über die Aufzucht und Pflege von Hopfen erfahren? Stöbern Sie doch einfach einmal in unseren nützlichen Informationen!
 
Damit Sie schnell Antworten auf Ihre Fragen finden, sind auf dieser Seite die am häufigsten gestellten Fragen zusammengefaßt.
Sollten Sie eine andere Frage haben, scheuen Sie sich nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Unsere Hopfenexperten beraten Sie gerne!
            
Wann ist die ideale Pflanzzeit für Hopfen?
Die beste Pflanzzeit ist das Frühjahr, ab Ende März für ältere Pflanzen, ab Mai für unverholzte Jungpflanzen, oder der Herbst: Ende September bis November. Die Pflanzen befinden sich dann in der Winterruhe und können im Frühjahr ungestört austreiben.
 
Ist Hopfen mehrjährig?  
Die bei uns erhältlichen Pflanzen sind ausnahmslos mehrjähriger, weiblicher Kulturhopfen, Humulus lupulus. Im Gegensatz dazu ist der japanische Zierhopfen Humulus japonicus nur einjährig und wird ausgesät.
 
Wie überwintere ich Hopfen? 
Im Herbst sollten die oberirdischen Pflanzenteile entfernt werden. Der "Stock" der Pflanze kann getrost im Boden bleiben und benötigt keinen besonderen zusätzlichen Winterschutz.
 
Woran erkenne ich, ob es sich um männliche oder weibliche Blüten handelt?
An den Dolden: nur weibliche Pflanzen bilden die bekannten Dolden aus. Männliche Pflanzen bilden in lockeren Rispen ihre Staubbeutel aus.
Solange Hopfen nicht blüht, ist das Geschlecht äusserlich nicht zu erkennen. Bilder von männlichen und weiblichen Blütenständen finden Sie auf der Seite Botanik.
Von uns bekommen Sie ausschließlich weibliche Pflanzen, denn nur diese enthalten im unbefruchteten Fruchtstand die erhofften Inhaltsstoffe und den erwünschten Dekorationswert!
 
Woran erkenne ich, ob eine Hopfenblüte befruchtet ist?
Nach der Befruchtung bildet sich der Samen, sog. "Nüsschen".
Wenn Sie Hopfensamen ansehen wollen, finden Sie dies auf der Seite Botanik!
 
Kann man mit Ihren Hopfen auch Bier brauen
Selbstverständlich! Unsere Sorten sind für die Bierproduktion gezüchtet worden!
Hallertauer Hopfensorten sind weltweit die beliebtesten Biersorten!
 
Kann ich Hopfenpflanzen auch im Kübel halten?
Ja, allerdings ist der Pflegeaufwand höher, speziell die Versorgung mit Wasser und Nährstoffen. Wer dies automatisieren kann, dürfte keine Probleme haben.
 
Welche Pflege ist erforderlich?
Für kräftige Reben mit großen Dolden ist es notwendig, daß Sie etwa nur 2-3 mal 3-4 Triebe an einer Kletterhilfe lassen und die restlichen Triebe entfernen. Hopfen windet sich im Uhrzeigersinn, eine falsche Drehrichtung bremst den Wuchs, bis die Drehrichtung wieder korrigiert ist; der "Kopf" sollte nicht abbrechen, ansonsten ist eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen einschließlich Wasser notwendig.
 
Muss ich im Herbst die Pflanze abschneiden?
Der Hopfen zieht im Herbst ein, d.h. Nährstoffe aus Blättern und Trieben wird soweit es geht in den Wurzelstock verlagert. Alle oberirdischen Pflanzenteile werden ab Mitte-Ende September erst gelb, dann braun und dürr. Da dies optisch nicht sehr ansprechend aussieht, kann man die Hopfentriebe knapp über dem Boden abschneiden. Um der Pflanze noch die Möglichkeit zu geben, Nährstoffe einzulagern, ist es sinnvoll, einen Rest des Triebes von ca. 50-80 cm stehen zu lassen, bis dieser abgestorben ist.
 
Was kann ich tun, um das Wachstum zu begünstigen?
Gießen Sie die Pflanzen regelmäßig und ernähren Sie sie entsprechend Ihrem Zuwachs gut. Ob Sie dies mit synthetisch hergestellten Nährstoffen machen ("Kunst-Düngern") oder organischem Material, ist Glaubenssache; für die Pflanze ist wichtig, daß sie die Nährstoffe dann hat, wenn sie sie braucht. Da Stickstoff in Form von Nitrat notwendig, aber leider wasserlöslich ist, liegt das Hauptaugenmerk auf diesem Nährstoff. Kurz: ernähren Sie Ihren Hopfen wie Ihr Gemüse multipliziert mit dem Massenzuwachs; je gesünder die Pflanze, desto weniger Probleme!
 
Was kann ich bei Problemen mit Krankheiten und Schädlingen tun?
Ein heikles Thema. Moderne Sorten sind recht widerstandsfähig gegen Krankheitserreger, zudem ist der Befallsdruck ausserhalb der Hallertau sicherlich nicht hoch. Kommt es dennoch zu Kalamitäten, die die Toleranzgrenze überschreiten, kann man - als Tipp - Maßnahmen ergreifen wie bei Wein oder auch Bohnen. Auch der Einsatz von Nützlingen ist in bestimmten Fällen wirkungsvoll.
 
Die Pflanzen sind leider von Blattläusen befallen worden, was kann ich dagegen tun?
Wenn Sie die Dolden nutzen wollen, sollten Sie möglichst frühzeitig die Läuse bekämpfen. Sie können dies evtl. mit konventionellen chemischen Präparaten machen oder alternativ biologische Hausmittel verwenden.
 
Für die erste Möglichkeit würde ich Ihnen raten, in einem Fachbetrieb (Gärtnerei) ein entsprechendes Präparat zu erwerben. Viele Präparate sind bei Hopfen verträglich, v.a. diejenigen, die man auch bei Gemüse wie z.B. Bohnen oder auch bei Wein verwendet.
 
Für die zweite Möglichkeit müssten Sie sich entsprechende Informationen zum Herstellen von z.B. Brenneselsud u.Ä. besorgen. Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen sagen, dass eine Spritzung mit kaltem Wasser dem ein Spritzer "Pril" beigefügt wurde auch recht guten Erfolg zeigt. Sie sollten dies dann aber öfter machen, wirklich nur einen Tropfen "Pril" beigeben (um die Oberflächenspannung des Wassers zu lösen) und auch auf den Markennamen Wert legen (Pflanzenverträglichkeit).
 
Ich will in meinem Garten Hopfen anbauen. Meine Nachbarin warnt mich aber: Angeblich sondern die Hopfenpflanzen so eine Art Sirup / klebrige Flüssigkeit ab, die z.B. meine neue Holzterrasse 'versauen' würden. Ist da was dran ?
Folgendes ist richtig: Wenn die Pflanze verletzt wird (bei Pflegearbeiten und bei der Ernte vor allem) tritt an den verletzten Stellen eine durchsichtige Flüssigkeit aus. Als "klebrig" oder "sirupähnlich" würde ich sie nicht bezeichnen, sie ist recht wässrig. Wenn Sie diese Flüssigkeit an Ihre Kleidung bekommen, dann entstehen an diesen Stellen bräunliche Flecken. Das Gemeine daran: diese Flecken sehen Sie erst, wenn das Hemd/T-Shirt wieder aus der Waschmaschine kommt!
 
Die klebrige Flüssigkeit könnte aber auch etwas Anderes sein: Wenn die Hopfenpflanze Läuse bekommt, dann bemerkt man es oft erst viel zu spät, da sich die Läuse im oberen Bereich der Pflanze verstärkt vermehren und dieser liegt aufgrund der Pflanzengröße meist außerhalb des direkten Sichtbereichs. Die Ausscheidungen der Läuse könnte man so wie Ihre Nachbarin beschreiben. Wenn es ganz "dick" kommt, siedeln sich auf diesen - Honigtau genannten - Ausscheidungen Schwärzepilze an. Spätestens dann hat man zusätzliche Arbeit auf der Terrasse! Wenn Sie Hopfen auf Ihrer Terrasse haben wollen, sollten Sie sich bemühen, diesen gesund zu halten. Dann sehe ich nicht die Gefahr einer "versauten" Terrasse.
           
Wann und wie kann ich Hopfen aussäen? Ich habe Hopfensamen von einer Staude gefunden und würde gern in meinem Garten an einem Rankgitter Hopfen haben.
Über die Aussaat von Hopfen finden Sie auf unseren Seiten deswegen keine Informationen, da Hopfen vegetativ vermehrt wird, um seine Eigenschaften zu erhalten, einschließlich seines Geschlechts. Dies funktioniert selbstverständlich bei einer Aussaat nicht. Wenn Sie eine Aussaat machen wollen, müssen Sie sich bewusst sein, dass Sie auch krankheitsanfällige, ertragsarme oder männliche Pflanzen anziehen. V.a. letzteres ist in Anbaugebieten verboten! Und: Sie erhalten nach 3 Jahren Mühe keine Dolden!
 
Wenn Sie Hopfen aussäen wollen, können Sie dies im Frühjahr ab März machen. Der Same keimt allerdings nur nach Einwirkung von Kälte. Falls Sie den Samen also bis jetzt nicht kühl gelagert haben, empfehle ich Ihnen diesen für 3 Wochen in den Kühlschrank zu legen. Die Aussat selbst kann wie bei anderen Samen auch erfolgen: Saatkiste mit Aussaaterde, Samen ausstreuen, andrücken, leicht abdecken und angießen. Zur Keimung sind wieder höhere Temperaturen erforderlich.
 
Ich besitze zwei Hopfenpflanzen aus Ihrer Gärtnerei (Hallertauer und Magnum) und obwohl ich die Pflanzen dieses Jahr erst sehr spät (Ende Mai/Anfang Juni) ausgesetzt habe, haben sie sich prächtig entwickelt und hängen nun voller herrlicher Dolden. Eigentlich wollte ich die Pflanzen nur zu Dekozwecken verwenden, nun überlege ich aber, ob ich es nicht mit dem Bier brauen versuchen soll. Allerdings weiß ich nicht, woran ich erkenne, ob die Dolden reif sind. Ich habe gelesen, dass die Dolden klebrig werden, wenn sie reif sind und klebrig sind sie eindeutig noch nicht..
           
Die Ernte der Hopfendolden ist sinnvoll, wenn die Dolden fest und geschlossen sind und im inneren der Dolden das Lupulin (gelblicher "Puder") aromatisch duftet und klebrig ist. Dies dürfte zwischen Ende August und Mitte September der Fall sein.
 
Nach der Blüte entwickeln sich die Dolden. Stehen am Anfang die Doldenblätter noch etwas ab, so legen Sie sich im Laufe der Zeit immer mehr wie Fisch-Schuppen übereinander, bis sie eine fast glatte Oberfläche bilden. Im Inneren der Dolde reift entlang der Spindel das Lupulin, welches viele Öle und Harze enthält und dadurch entsprechend "klebrige" ist. Von außen ist das Lupulin aber nicht zu sehen.

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